Das Transportbehälterlager Ahaus

Die Transportbehälteranlage Ahaus ist eines der bekanntesten Zwischenlager zur Aufbewahrung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen und ausgedienten Brennelementen. Das Lager befindet sich im westlichen Münsterland auf dem Gebiet der Stadt Ahaus. Die Strahlung wird am Zaun der Anlage kontinuierlich überwacht. Seit dem Beginn der Einlagerung schwanken die Messwerte im Schwankungsbereich einer natürlichen Strahlung. Somit liegen sie weit unter den Strahlenschutzverordnungs-Grenzwerten. Das Land betreibt zusätzliche Messungen mithilfe eines unabhängigen Messsystems. Die Messungen werden durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz rund um die Anlage durchgeführt. Täglich werden Messwerte durch die Behörde veröffentlicht.

lagerhalle

Die Transportbehälteranlage Ahaus bietet noch viel Stauraum

Das Zwischenlager wurde zwischen 1984 bis 1990 errichtet. Die Halle besteht aus zwei voneinander getrennten Lagerhallenhälften, dem Wartungs- und Empfangsbereich. Die westliche Halle hat eine Größe von 5000 Quadratmetern und verfügt über 420 Stellplätze für Lager- und Transportbehälter. Bisher nehmen die 329 Castor Behälter circa 10% der Lagerkapazität der Halle in Anspruch. Seit 2010 befinden sich in der Halle mittel- und schwachradioaktive Abfälle, die aus der Stilllegung und dem Betrieb von deutschen Kernkraftwerken stammen. Die Abfälle sollten eigentlich seit Beginn der Annahmebereitschaft an das Endlager Konrad weitergegeben werden. 2016 wurde von der BGZ eine Verlängerung der Lagerung des schwachradioaktiven Abfalls beantragt.

 

Kritische Fracht nach Ahaus

Mitte des Jahres ist der Transport weiterer abgebrannter Elemente des Forschungsreaktors FRM II geplant. Bisher wurden die Brennelemente seit 2004 in einem Abklingbecken aufbewahrt. Insgesamt steht Platz für circa 50 Elemente zur Verfügung. Der Transport der Brennelemente wird auch diesmal wieder in speziell gepanzerten Fahrzeugen durchgeführt. Da Garching über keinen Schienenanschluss verfügt, wird der Transport von vielen Seiten kritisiert. Das liegt vor allem daran, dass das hochangereicherte Uran vor dem Transport nicht abgereichert wird. Somit könnte es für einen Missbrauch verwendet werden. Seit der Inbetriebnahme des Zwischenlagers gibt es um das Uran in Garching Streit.