Der Castorbehälter - Teil 1

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Die Bezeichnung Castor ist lediglich eine Abkürzung für einen englischsprachigen Begriff - cask for storage and transport of radioactive material. In die deutsche Sprache übersetzt bedeutet es:
Behälter zur Lagerung und zum Transport radioaktiven Materials.
Demzufolge sind Castor-Behälter Spezialbehälter zur Lagerung und zum Transport hochradioaktiver Materialien. In der Regel werden sie verwendet, um zum Beispiel abgebrannte Brennelementen aus Atomkraftwerken oder atomare Abfallprodukte aus der Wiederaufarbeitung in die Endlager zu transportieren.

Die Konstruktion des Castor-Behälters ist sehr aufwendig gestaltet. Der Grundbehälter ist aus dickwandigen und zylindrisch geformten Gussstahl hergestellt.
Es gibt auch Castor-Behälter, welche aus Schmiedestahl gefertigt sind. Die Verschlussdeckel besitzen ein langzeitstabiles Doppeldeckel-Dichtsystem, der gesamte Castor-Behälter hat ein Brutto-Gesamtgewicht von 110-125 Tonnen.
Die Deckel sind mit dem Behälterkörper verschraubt und mit langzeitbeständigen Metalldichtungen ausgerüstet. Für eine bessere Wärmeabführung befinden sich auf der Außenseite des Behälters Axial- oder Radialkühlrippen.
Für den Transport des Castor-Behälters werden im Boden- und Deckelbereich Stoßdämpfer angebracht, welche zur Minderung von evtl. unfallbedingten Stoßbelastungen dienen sollen.


Foto: Atomix || de.wikipedia.org (gemeinfrei)

Castor-Behälter werden in Deutschland als Typ-B-Verpackungen für radioaktives Material eingestuft, weiterhin erfüllen sie die Annahmebedingungen der zentralen und dezentralen Transportbehälterlager in Deutschland.
Für Typ-B-Verpackungen ist gemäß Verkehrsrecht eine Bauartzulassung erforderlich, für die in Deutschland das Bundesamt für Strahlenschutz zuständig ist.