Kernkraftwerk Fukushima I - Teil 2

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Schaut man sich den Block 1 des Kernkraftwerkes genauer an, ist der Übergang zwischen Beton und den aufgesetzten Stahlkonstruktion deutlich sichtbar.

In dem hier genannten Kraftwerk bestehen die einzelnen Reaktorblöcke größtenteils aus einer Stahlbetonkonstruktion, welche den Reaktorkern und das Containment umschließt.
Die Betonummantelung dient hauptsächlich der Abschirmung von frei werdender Gamma-Strahlung als sogenanntes biologisches Schild für die Umwelt.
Zum anderen soll es den Reaktor und die Zusatzsysteme vor äußeren mechanischen Einwirkungen schützen. Im oberen Bereich der Betonkonstruktion befindet sich ein sogenanntes Abklingbecken, welches als Lagerort für verbrauchte Brennelemente genutzt wird. Um zu einem späteren Zeitpunkt diese verbrauchten Brennelement für die Endlagerung abzutransportieren, gibt es einen Verladeschacht, dieser führt in das Erdgeschoss.

Der obere Teil des Gebäudes ist eine Stahlkonstruktion. Hier befindet sich ein Arbeitsbereich mit einem Verladekran zum Befüllen des Reaktorkerns mit Brennelementen. Betonkonstruktion und Stahlhülle bilden den zweiten Sicherheitsbehälter.

Für die Kühlung des Atomreaktors wird Kühlwasser benötigt, dieses wird bei dem Atomkraftwerk Fukushima aus dem Meer entnommen. Die Kraftwerksanlage belegt insgesamt eine Fläche von 3,5 Quadratkilometern. Die Blöcke 1/2, 3/4 und 5/6 bilden jeweils eine bauliche Einheit.
Üblicherweise wurden in Fukushima sogenannte Uran-Brennelemente zum Betrieb der Reaktoren verwendet.
Aber ab August 2010 wurden in Block 3 des Kraftwerks neben 516 Uran-Brennelementen auch 32 sogenannte MOX-Brennelemente mit einer Mischung aus Uranoxid und Plutoniumoxid verwendet.

Auf dem Gelände des Kraftwerks befinden sich noch weitere Gebäude, die auch als Lager für radioaktive Abfälle genutzt werden.
Weiterhin gibt es einen Verwaltungstrakt sowie verschiedene andere Einrichtungen zur Überwachung der Umwelt. Für die Mitarbeiter stand auch ein Sportplatz zur Verfügung.

Von der Atomlobby wird immer wieder propagiert, dass Atomstrom notwendig ist, um die energiepreise auf niedrigem Niveau zu halten. Allerdings ist die herstellung von Atomstrom nicht wirklich kostengünstig. Längerfristig betrachtet, weden uns die Folgekosten für Endlagerung und gesteigerte Sicherheitsmaßnahmen teuer zu stehen kommen und der endkunde wird zusätzlich belastet. Jeder von uns wird den einen einen oder anderen Euro mehr von seinem Sparangebot kostenloses Girokonto abgeben müssen, um die höheren Kosten der Atomwirtschaft zu finanzieren.