Anti-Atom-Proteste in Ahaus

Anti-Atom-Proteste in Ahaus

Das Transportbehälterlager Ahaus ist eines von mehreren temporären und dauerhaften Atommüll-Lagern in Deutschland. Aufgrund der großen Gefahren, welche von stark radioaktivem Material ausgehen, kam und kommt es regelmäßig zu Protesten. Auch die Erinnerung an Reaktorunfälle wie in Tschernobyl und Fukushima mit katastrophalen Folgen für Mensch und Natur verdeutlichen, dass Atomkraft nicht die saubere Energiequelle ist, als welche sie angepriesen wird. Entsprechend groß ist der Widerstand der Bevölkerung, wenn es um den Transport, die temporäre oder dauerhafte Lagerung von radioaktivem Material geht.

stop-atomkraft

Langfristige Proteste und Endlagersuche

Die Gefahren, welche von Atommüll ausgehen, bleiben Jahrhunderte, Jahrtausende oder sogar über Jahrmillionen bestehen. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, Lösungen zu finden, welche über solche Zeiträume als sicher eingestuft werden können. Dies ist jedoch kaum bis gar nicht möglich. Deswegen und weil noch immer Atommüll in nicht stillgelegten Atomkraftwerken produziert wird, sind Transporte und Zwischenlösungen unvermeidlich. Castortransporte und Lager wie in Ahaus treffen seit Jahrzehnten auf massiven Widerstand, da sich die Menschen der Risiken bewusst sind. So kam es nach der Reaktorkatastrophe 1986 in Tschernobyl 2011 in Fukushima erneut zu einem Unfall, welcher die Unberechenbarkeit der Atomenergie ins Bewusstsein zurückholte. Fortlaufende Proteste sind die logische Konsequenz, bis eine zufriedenstellende Lösung gefunden werden kann.

 

Anstehende Proteste

Da sich die Katastrophe von Fukushima am 11. März 2019 zum achten Mal jährt, werden auch kritische Stimmen in Ahaus lauter. Aus diesem Grund sind für das Wochenende vor dem Jahrestag erneute Protestaktionen geplant. Insbesondere wird hierfür der Samstag, 9. März 2019 ins Auge gefasst. An diesem Tag wollen die Menschen ein Zeichen gegen Atomenergie setzen. So dürfen in dem Transportbehälterlager Ahaus bis zu 3960 Tonnen radioaktiven Materials gelagert werden. Darunter befinden sich mehrere Kilogramm hoch angereicherten und somit waffenfähigen Urans. Damit ist ein Atomlager wie Ahaus nicht nur anfällig für unvorhersehbare Unfälle, sondern auch ein Ziel für Terroristen. Dies sind ausreichend gute Gründe, um eine starke Ablehnung in der Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Deshalb ist auch noch lange in der Zukunft mit regelmäßigen Anti-Atom-Protesten in Ahaus zu rechnen.